Der Traum vieler Werber und Dialogmarketingspezialisten ist eine eigentliche Print-Online-Verknüpfung. Eine kleine Hürde besteht hier allerdings noch: Der Zeitschriftenleser legt bei interessanten Beiträgen seinen Lesestoff nicht wirklich weg, um den Rechner zu starten und ins Internet zu gehen. Diesem Problem mit dem „Medienbruch” geht das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) in Ilmenau auf den Grund. Mittels RFID-Technologie kann möglicherweise eine sinnvolle Print-Online-Verknüpfung realisiert werden kann.
Radio Frequency Identification (RFID) ist ein Verfahren zur automatischen Identifizierung von Gegenständen und Lebewesen. Neben der berührungslosen Identifizierung und der Lokalisierung von Gegenständen steht RFID auch für die automatische Erfassung und Speicherung von Daten. ” Wir haben bereits zahlreiche Versuche…„…mit RFID-Chips in Zeitschriften durchgeführt”, berichtet Professor Guntram Schneider vom IDMT. Mittels entsprechender Lesegeräte in Rechnern könne festgestellt werden, wann eine (Fach-)Zeitschrift am Arbeitsplatz gelesen werde. Geht der Leser das nächste Mal online, werden die ausgelesenen Daten übermittelt; eine E-Mail weist dann auf interessante Zusatzinfos im Onlineauftritt des Printobjektes hin - kontextuelle Werbung zum Schwerpunktthema des Heftes eingeschlossen.
Der Einbau der Lesegeräte ist scheinbar nicht problematisch. Im Gegenzug könnten die Hardwarehersteller prozentual an den Werbeumsätzen beteiligt werden. Interessant genug auch für die Werbebranche, denn dieses Prinzip eröffnet völlig neue Möglichkeiten, Werbung im Print transparenter zu machen. Auch der Miteinbezug des Mobile Marketings ist hier denkbar. Denn im Gegensatz zum Rechner haben die meisten Leser ihr Handy permanent an, so dass eine zeitnahe Benachrichtigung per SMS neues crossmediales Potenzial eröffnen kann. Der mit diesem Projekt verbundene räumliche Abstand zwischen Zeitschrift mit Chip und Lesegerät bringt bezüglich dem Begriff “Reichweite” eine völlig neue Bedeutung in das Mediageschäft.




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